
Die Kindertagesstätte mit Kapazität für sechs Gruppen bildet den Auftakt in das neue Quartier am Hauderboschen in Biberach. Die städtebauliche Setzung des zweigeschossigen Baukörpers definiert die Adressbildung am Eingang zum Quartier. Durch die Gebäudeform bildet sich ein ausgebildeter geschützter Außenbereich, zu dem sich die Gruppen- und Gemeinschaftsräume öffnen. Dabei bildet der Baukörper eine natürliche Barriere zwischen der stark befahrenen Straße und den schutzbedürftigen Räumen und der Freianlage auf der Südseite des Gebäudes, welche sich zur neuen Siedlung hin orientieren.
Neben der städtebaulichen Setzung bietet auch das Nutzungskonzept eine Verzahnung mit der Siedlung an: Während der südliche Gebäudeflügel im Normalbetrieb von den Kindern als Speise- und Bewegungsraum genutzt wird, bietet dieser mehrfach kodierte Raum in den Abendstunden und am Wochenende der Bevölkerung die Möglichkeit für Vereine, Wahlen und Gemeindeabende genutzt zu werden. Eine mobile Trennwand ergänzt dabei die Flexibilität dieses Raumes.
Das Herzstück der Kindertagesstätte sind die Kinder, denen sechs Gruppenbereiche zugewiesen sind. Für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren stehen den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppe angepasste Räumlichkeiten zur Verfügung. Über direkte Ausgänge sind diese an den Laubengang und den Außenbereich angebunden.
Die Planung der Kindertagesstätte in Holzständerbauweise mit Holzmassivdecken wurde als integrale Planung mit BIM durchgeführt. Die Fachingenieure schrieben dabei ihre Modelle in das Architekturmodell ein. Diese integrative Planung half dabei, die externen Faktoren, die die Planung stark beeinflussten zu meistern. Neben den baulichen Anforderungen an Brand- und Schallschutz war die Planungsphase durch eine europaweite Preissteigerung im Holzpreis um bis zu 500 Prozent. Starke konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie, hohe Schädlingsbelastungen der Wälder durch den Klimawandel und wirtschaftspolitische Entscheidungen wichtiger Nationen im internationalen Holzhandel wie den USA, Kanade und Russlands hatten diese Preissteigerung zur Folge. Um die vorliegende Bauaufgabe unter diesem wirtschaftlichen Druck realisieren zu können, wurden alle Holzdecken in ihrer statischen Dimension minimiert. Dieser intensive Planung resultierte in einer Reduktion der benötigten Holzmenge für die Decken von 525 m³ auf 390 m³ und ermöglichte eine wirtschaftliche Realisierung des Projektes.
Das energetische Konzept des Gebäudes basiert auf der Idee der konstruktiven Optimierung. Der auf der Ost- und Südseite vorgestellte Laubengang minimiert im Sommer den solaren Eintrag in das Gebäude über die Gartenfassade wohingegen im Winter durch die tiefstehende Sonne solare Einträge generiert werden (vgl. Fassadenschnitt auf folgender Seite). Die Oberlichter sowie die Fenster hinter den Holzlamelle bieten die Möglichkeit der Nachtauskühlung bei gleichzeitigem Einbruchschutz während der unbesetzten Phase der Gebäudenutzung.
Ergänzt wird dieses energetische Konzept durch eine Flächenheizung über den Fußboden. Die Solarpaneele auf dem extensiv begrünten Dach erzeugen den Strom, der während des Betriebs für die Nutzung des Gebäudes bereitsteht und in den restlichen Tagen in das öffentliche Netz eingespeist wird.
Die Planung der Kindertagesstätte in Holzständerbauweise mit Holzmassivdecken wurde als integrale Planung mit BIM durchgeführt. Die Fachingenieure schrieben dabei ihre Modelle in das Architekturmodell ein. Diese integrative Planung half dabei, die externen Faktoren, die die Planung stark beeinflussten zu meistern. Neben den baulichen Anforderungen an Brand- und Schallschutz war die Planungsphase durch eine europaweite Preissteigerung im Holzpreis um bis zu 500 Prozent. Starke konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie, hohe Schädlingsbelastungen der Wälder durch den Klimawandel und wirtschaftspolitische Entscheidungen wichtiger Nationen im internationalen Holzhandel wie den USA, Kanade und Russlands hatten diese Preissteigerung zur Folge. Um die vorliegende Bauaufgabe unter diesem wirtschaftlichen Druck realisieren zu können, wurden alle Holzdecken in ihrer statischen Dimension minimiert. Dieser intensive Planung resultierte in einer Reduktion der benötigten Holzmenge für die Decken von 525 m³ auf 390 m³ und ermöglichte eine wirtschaftliche Realisierung des Projektes.
Das energetische Konzept des Gebäudes basiert auf der Idee der konstruktiven Optimierung. Der auf der Ost- und Südseite vorgestellte Laubengang minimiert im Sommer den solaren Eintrag in das Gebäude über die Gartenfassade wohingegen im Winter durch die tiefstehende Sonne solare Einträge generiert werden (vgl. Fassadenschnitt auf folgender Seite). Die Oberlichter sowie die Fenster hinter den Holzlamelle bieten die Möglichkeit der Nachtauskühlung bei gleichzeitigem Einbruchschutz während der unbesetzten Phase der Gebäudenutzung.
Ergänzt wird dieses energetische Konzept durch eine Flächenheizung über den Fußboden. Die Solarpaneele auf dem extensiv begrünten Dach erzeugen den Strom, der während des Betriebs für die Nutzung des Gebäudes bereitsteht und in den restlichen Tagen in das öffentliche Netz eingespeist wird.